Verwaltungsstelle Sengwarden

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Die Verwaltungsstelle in der Heddoestraße im Ortsteil Sengwarden ist der Verwaltungs-Mittelpunkt der Gemeinde Sengwarden. Sie war bislang mit 2 Mitarbeiter/-innen der Stadt Wilhelmshaven besetzt und täglich geöffnet.

Wilbur Ludwig, langjähriger "Verwaltungschef" in Sengwarden geht nun bald in den verdienten Ruhestand. Dieses Ereignis wird nun seitens der Stadt Wilhelmshaven ausgenutzt, um die Verfügbarkeit der Verwaltungsstelle für die Einwohner stark einzuschränken. Wieder einmal wird als Grund "Personalkostensenkung" angegeben, obwohl die Einrichtung der Verwaltungsstelle Vertragsbestandteil beim Anschluss Sengwardens an die Stadt Wilhelmshaven war.

Die Vertragspartner auf Seiten Sengwardens haben aber nicht peinlich genau auf den Wortlaut des Vertrages geachtet, vermutlich weil Ihnen ein Handschlag zu der Zeit mehr wert war, als Buchstaben auf einem Stück Papier. Heute werden die Vertragsbedingungen von der Stadt mit der Lupe seziert. Nach dem Motto "die Verwaltungsstelle bleibt ja, sie ist bloß nicht immer besetzt", versucht man mit Wortspielchen sein Ziel zu erreichen, vegisst aber alles, was die Vertragspartner damals eigentlich ím Sinn hatten. Texte werden so lange von Bürokraten und Anwälten zerredet, bis sie fast das Gegenteil von dem aussagen, was im Text steht.

Es ist nicht zu verstehen, warum eine Verwaltung/Behörde es seinen Auftraggebern, den Bürgerinnen und Bürgern, so schwer macht und diese Auftraggeber sich das auch noch gefallen lassen. Hier muss mehr Druck auf örtliche Behördenvertreter und Politiker ausgeübt werden, damit Verträge wieder als Regeln eines guten Zusammenlebens erkannt werden und nicht als Knebel für die (politischen) Zielsetzungen einiger weniger, die leider zufällig die Hände am Ruder haben. Es reicht nicht, auf die Arbeit des Ortsrates allein und auf die nächsten Wahlen zu hoffen!

Wir alle sollten unseren Vertretern zeigen, dass wir gschlossen hinter ihnen stehen, dass wir aber noch mehr Einsatz für die Belange der Gemeinde und eine deutliche Verbesserung der Lebenssituation erwarten. Wir sind es unseren Kindern schuldig.

u.s. 2012